Konstruktivismus

Der konstruktivistische Ansatz

"Ich bin frei, denn ich bin einer Wirklichkeit nicht ausgeliefert, ich kann sie gestalten.“
(Paul Watzlawick)

Definition

Kernsatz des Konstruktivismus:

Die Wirklichkeit wird von uns nicht gefunden, sondern erfunden. Die Erkenntnis einer absoluten Wahrheit ist deshalb nicht möglich. Es gibt keine objektive Wirklichkeit, denn wir erfinden unsere Realität über unsere subjektiven Wahrnehmungen.

Konstruktivismus im Alltag

Konstruktivismus salopp umformuliert heisst:

Jeder macht sich seine eigene Wahrheit. Dies wird täglich gelebt. Wir machen uns Meinungen, die eigenen Wahrheiten über Bilder die wir sehen, Gerüche die wir wahrnehmen, Töne die wir hören, Zeitungsartikel, Briefe die wir lesen.

Ressourcenorientiertes Denken und Handeln im Alltag

Konstruktivismus, radikaler Konstruktivismus

Was bedeutet mir das Wissen über den Konstruktivismus?

Die Haltung, Idee des Konstruktivismus ist für mich immer wieder wichtig, dass ich mich im Alltag daran erinnere, dass ich und meine Mitmenschen die eigene Wahrheit generieren.
Als ich zum ersten Mal in meiner Ausbildung von Konstruktivismus hörte, war mein erster Gedanke: "Das ist ja jetzt alles beliebig, es kommt überhaupt nicht drauf an, was man tut."
Dieser Gedanke hielt nicht lange hin. Es folgte die innere Verunsicherung: "Ja was ist denn richtig, wo kann ich mich bewegen, an was mich orientieren?"

Mit dem Auseinandersetzen des Modells Konstruktivismus habe ich mehr Gedankenfreiheit gefunden. Ich kann besser akzeptieren, verstehen wie andere Meinungen entstehen. Ich kann die Augen, die Sinne auf die Ressourcen fokussieren und auch immer wieder auf den Boden kommen und akzeptieren, dass die Welt erfunden wird.

Ich möchte dazu das Zitat von Heinz von Förster anfügen:

"Aus der Idee des Konstruktivismus ergeben sich zwei Konsequenzen. Erstens die Toleranz für die Wirklichkeiten anderer - denn dann haben die Wirklichkeiten anderer genauso viel Berechtigung als meine eigene. Zweitens ein Gefühl der absoluten Verantwortlichkeit. Denn wenn ich glaube, dass ich meine eigene Wirklichkeit herstelle, bin ich für diese Wirklichkeit verantwortlich, kann ich sie nicht jemandem anderen in die Schuhe schieben."